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| Jörg Bernhard wechselt in die STT |
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| Ein schneller Kandidat für die 2-Liter Klasse |
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Jörg Bernhard hatte schon weitaus bessere Jahre im Motorsport erlebt. 2010 war ein regelrechtes Seuchenjahr für den Motorsportler.
Bei drei Versuchen schaffte der Honda S2000 keine einzige Rennrunde. Das Finale in Hockenheim war in der Einführungsrunde vorbei.
Dabei weiß der 46jährige durchaus, wie man Siege einfährt. 2011 hofft er in der STT an erfolgreichere Zeiten anknüpfen zu können. |
| © Jürgen Holzer |
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| Jörg Bernhard startet 2011 in der STT |
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| Das Gefühl auf dem Treppchen ganz oben zu stehen kennt Jörg Bernhard eigentlich bestens. Nachdem er nach drei Jahren Clubsport und Indookart 1999 in den Divinol-Cup einstieg, avancierte er dort schnell zu einem der Topfahrer. Im ersten Jahr teilte sich der Architekt aus Schriesheim/Altenbach das Cockpit mit Ralf Rauh. Dieser holte 1992 den Meistertitel im Divinol-Cup auf einem Suzuki Swift. Zudem war Rauh mehrere Jahre in der Deutschen Formel 3 Meisterschaft unterwegs – sicherlich nicht der schlechteste Lehrmeister für einen Motorsporteinsteiger. Gleich im zweiten Jahr sicherte sich Jörg Bernhard den Meistertitel. Das war umso bemerkenswerter, da die Gruppe N bis 2500 ccm immer eng umkämpft war und dort weitaus erfahrenere Leute mitmischten. Im Folgejahr gelang Jörg Bernhard die Titelverteidigung. |
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Patrick Holzer |
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2000 und 2001 holte Jörg Bernhard den Divinol-Cup |
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Danach folgte der Wechsel vom Gruppe N BMW in einen Porsche 993 Cup, mit dem er an der GTP Meisterschaft teilnahm. Die nächsten drei Jahre widmete Bernhard dem Formelsport, zunächst in der Classic Formula Ford
Competition, dann in der Schweizer Formel Renault. In der CFFC fuhr er 2003 den Vizetitel ein.
2006 zog es Jörg Bernhard wieder zurück in den Divinol-Cup. Beim Saisonfinale des Rheintal Motorsport Clubs wurde erstmals der Honda S2000 eingesetzt. Das Debüt mit dem noch unbekannten Wagen glückte und so stand der Teilnahme an der Saison 2007 nichts mehr im Wege. Nach und nach wurde der kleine GT an die Bedürfnisse einer Sprintrennserie angepasst. Auf dem Sachsenring gab es schließ den ersten Klassensieg zu feiern. Das Lehrjahr war absolviert und 2008 sollte zu einer der spannendsten Entscheidungen der Cup-Geschichte werden. Mit Marc Roth kam ein starker Konkurrent aus der Schweiz, der in seinem Toyota Corolla zwar über weniger Leistung verfügte, aber auch knapp 250 kg leichter war. Nach Abzug der Streichresultate fehlten am Saisonende magere 0,65 Punkte zum dritten Titelgewinn. 2009 behielt Jörg Bernhard zwar in der Klasse die Oberhand, doch erneut reichte es im Gesamtklassement nur zum Vizetitel. |
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Patrick Holzer |
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In der CFFC holte Bernhard 2003 den Vizetitel |
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2010 sollte der dritte Titel endlich her. In schickem Grau präsentierte sich der Honda S2000 beim Saisonauftakt in Hockenheim, schicker als je zuvor. Die Trainingszeiten ließen aufhorchen, doch weit kam der japanische Renner nicht. Es war der Auftakt dieser schlimmen Saison und einer Pechsträhne, die irgendwie nie enden wollte. Der überaus sympathische Honda-Pilot konnte einem
leid tun. Kaum glaubte man den Fehler gefunden zu haben, schlug der Defektteufel wieder zu. Wahrscheinlich hätte der eine oder andere aufgegeben, einen fertig entwickelten Porsche oder ähnliches gekauft. Doch Jörg Bernhard und seine Crew blieben dem Problem auf der Spur.
Mit dem Wechsel in die Spezial Tourenwagen Trophy schlägt Jörg Bernhard nun das nächste Kapitel seiner Motorsportlaufbahn auf. Vielleicht gelingt es in dem neuen Umfeld den dritten Meistertitel zu holen. Die Voraussetzungen dafür stehen nicht einmal schlecht, denn die 2-Liter Klasse ist gut besetzt – einer der Gründe für den Start in der STT. Bleibt zu hoffen, dass der Honda endlich hält und Jörg Bernhard wieder jubeln kann. |
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Patrick Holzer |
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2011 soll ein besseres Jahr werden |
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Nach mehreren Jahren im Divinol-Cup bzw. der späteren Nachfolgeserie DMV TCC wirst du 2011 erstmals als eingeschriebener Teilnehmer in der STT antreten. Wie kam es dazu?
In der DMV TCC ist die 2 Liter Klasse zu schlecht, zu schwach besetzt. Dort kann man in der 2 Liter Klasse unmöglich um die Meisterschaft fahren. Die großen Klassen dort sind mittlerweile viel zu dominant und zu stark besetzt. Wenn Ich mich in eine Serie fest einschreibe, will ich auch in eine Klasse, welche genügend Starter hat, um zumindest theoretisch um die Meisterschaft, bei entsprechender eigener Performance, mitfahren zu können. Auch sportlich will ich in meiner Klasse mehrere potentielle Gegner haben - aus Freude am Wettkampf. Die Chance das zu bekommen, sah ich in der STT deutlich höher an - mit Recht wenn man das Starterfeld sieht. Dazu kommt noch, dass ich gerne auf abwechslungsreichen, verschiedenen Rennstrecken fahre. Und da hat die STT die eindeutig bessere Wahl dieses Jahr.
Die abgelaufene Saison war für dich alles andere als glücklich. Woran lag es, dass dein Honda nicht so wirklich laufen wollte?
Nicht wirklich ??? Er ist eigentlich gar nicht gelaufen. Das ganze Pech, das man aus technischer Sicht haben kann, kam 2010 über mich. Solche Saisons gibt es leider auch, hatte ich auch in über 10 Jahren noch nie erlebt. Jetzt reicht es aber ;-).
Wurde über dem Winter am Auto noch einmal etwas verändert?
Ein neues Airboxsystem und ein komplettes Datarecording wurde eingebaut.
Was erwartest du von der kommenden STT-Saison? Was sind deine Ziele?
Viel Spaß, alle Rennen zu fahren (und die möglichst zu Ende). Dabei fleißig Punkte sammeln und schöne, spannende Fights mit fairen Gegnern.
Der Kalender präsentiert sich recht abwechslungsreich. Gibt es eine Rennstrecke, auf die du Dich besonders freust?
Auf den A1 Ring freue ich mich besonders, toll dass dort wieder gefahren wird, ich hatte immer viel Spaß dort. |
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| Patrick Holzer |
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Artikel vom 13.03.2011
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