Albert Legutko (BM Racing Team) stand in beiden Rennen als Dritter auf dem Podest. Die Top Drei der Gesamtwertung erlebten am Nordseestrand dagegen ein durchwachsenes Wochenende. Tabellenführer Tomáš Pekař (Carpek Service) vergab mit Startplatz 13 für beide Rennen seine Podestambitionen. Niklas Mackschin (Ahrens Racing Team) rutschte im ersten Lauf in Führung liegend ins Kiesbett. Andreas Stucki (Stucki Motorsport) entging im zweiten Lauf nur knapp einem Überschlag.
Niklas Mackschin fuhr beim Zeittraining am Samstagabend seine zweite Pole Position in Folge ein. Der zweifache Saisonsieger setzte sich in der Anfangsphase des ersten Rennens von einer Dreiergruppe ab, die aus Bleekemolen, de Groot und Legutko bestand. Dahinter kämpften Sandro Soubek (MAIR Racing Osttirol) und Karol Urbaniak (BM Racing Team) um Platz fünf, bis sie kollidierten. Da beide Autos strandeten, rückte das Safety Car aus.
MACKSCHIN VERGIBT SIEGCHANCE BEIM RESTART
Unter dem Druck der Verfolger verbremste sich Mackschin beim Restart vor der Tarzan-Kurve. Da er im tiefen Kiesbett stecken blieb, löste er die zweite Safety Car Phase aus. Mackschin wurde aus dem Kies befreit und nahm noch zwei Punkte für Platz 19 mit. Als Mackschin ins Kiesbett rutschte, verpasste auch Sebastiaan Bleekemolen den Scheitelpunkt und überließ Albert Legutko die Führung. In der vorletzten Runde bahnte sich Bleekemolen mit einem leichten Stüber gegen Legutko den Weg vorbei. Melvin de Groot zog mit und sicherte dem Team Bleekemolen damit den Doppelsieg, während Albert Legutko zum zweiten Mal in diesem Jahr auf Rang drei fuhr.
Tabellenführer Tomáš Pekař hielt sich aus dem Getümmel heraus und fuhr bis auf Platz vier nach vorne. Dahinter erreichte Denis Bulatov bei seinem ersten Start für das Certainty Racing Team mit Platz fünf sein bisher bestes Resultat. Gleiches galt für Dominique Schaak (Ahrens Racing Team) auf Position 14. Mit Rang sechs gewann René Steenmetz (Team Bleekemolen) die Gentlemen-Wertung. Andreas Stucki wurde Siebter.
SCHWIERIGE BEDINGUNGEN FÜR RENNEN ZWEI
Nach starken Regenfällen trocknete die Strecke vor dem zweiten Rennen bereits wieder ab. Slickreifen waren die offensichtlich richtige Wahl. Doch vor allem in der Anfangsphase boten sie auf feuchter Strecke wenig Grip.
Durch das Reversed-Grid-Verfahren für Lauf zwei bedeutete Platz sechs im Zeittraining die Pole für Kevin Landwehr (Schlaug Motorsport). Der Rookie übergab schon beim Start die Führung an Sandro Soubek, dessen Auto gerade noch rechtzeitig repariert wurde. Landwehr dagegen zog sich später in Kampfhandlungen einen Reifenschaden zu, musste die Box aufsuchen und kam auf Rang 21 ins Ziel. Im ersten Rennen war Landwehr nach einer Kollision mit Bartosz Paziewski (Seyffarth Motorsport) ausgefallen.
Nach dem Start fing das Safety Car das Feld ein. René Steenmetz war noch auf der Start-Ziel-Gerade in die Leitplanke eingeschlagen, nachdem sich einige Autos im Mittelfeld berührt hatten. Auch René Leutenegger (No Name Fighter) strandete in der Startrunde.
ERSTE FÜHRUNGSRUNDEN FÜR SOUBEK Sandro Soubek, der bislang eine Profi-Karriere als Wintersportler bestritten hat, sammelte nach dem anschließenden Restart seine ersten Führungskilometer im Rennsport. Der Österreicher verteidigte die Führung gegen de Groot, Bleekemolen und Legutko, die bereits wieder Tuchfühlung zur Spitze aufnahmen. Kurz nach Halbzeit musste Soubek das Trio innerhalb einer halben Runde dann aber ziehen lassen. Sebastiaan Bleekemolen versuchte noch diverse Attacken gegen Melvin de Groot, kam an seinem Teamkollegen aber nicht vorbei. Hinter der Doppelspitze vom Team Bleekemolen fuhr Albert Legutko auch in Lauf zwei als Dritter auf das Podest und siegte damit erneut in der Rookie-Wertung.
SPEKTAKULÄRE ZWEIKÄMPFE AUCH HINTER DEN PODESTRÄNGEN
Karol Urbaniak verwies Sandro Soubek noch auf Rang fünf, was für den Österreicher dennoch das bisher beste Ergebnis markierte. Niklas Mackschin fuhr im zweiten Rennen nicht um die Spitze und wurde Sechster. Dahinter sah Tomáš Pekař auf Platz sieben die Zielflagge und behält damit die Gesamtführung. Beim Angriffsversuch auf den Tschechen entging Andreas Stucki nur knapp einem Überschlag. Auf dem hohen Randstein der Tarzan-Kurve stellte sich das Auto des Schweizers auf. Beinahe schon auf der Seite liegend, rutschte Stucki in das Auto von Pekař und blieb dadurch auf allen vier Rädern. Der Tabellendritte wurde auf Platz 13 gewertet.
Schon in zwei Wochen steht das fünfte Rennwochenende auf dem Nürburgring an. Hier startet der Renault Clio Cup Central Europe erneut beim ADAC GT Masters.
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