Tatu Siipola startet mit Doppelsieg in die neue Saison

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Tatu Siipola setzt mit zwei Siegen ein erstes Ausrufezeichen // Foto: Patrick Holzer

Tatu Siipola (Morts Racing Team) war beim Saisonauftakt zum DMV BMW 318ti Cup in Hockenheim nicht zu schlagen. Der junge Finne entschied beide Rennen für sich. Dahinter landeten Eric Tobler (Hampl Motors Rennsport) und Luca Zeller (Zeller Motorsport) jeweils einmal auf Rang zwei.

Bereits im letzten Jahr deutete Tatu Siipola an, dass mit ihm 2025 zu rechnen ist. Mit zwei Siegen gelang der perfekte Saisonstart. Im Qualifying noch knapp hinter Müller/Garbrecht (Dynotech) auf Position zwei setzte sich Siipola im Rennen sofort an die Spitze. Die Führung gab er nicht mehr aus der Hand. Mit über 22 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei war es eine eindrucksvolle Vorstellung. „Im Rennen konnte ich von Anfang an die Führung übernehmen. Die Full Course Yellow haben wir rechtzeitig geahnt und durch den Boxenstopp nichts verloren“, so Siipola zu Rennen eins.

Gesamtpodium des ersten Rennens im DMV 318ti Cup v.l.n.r. Tobler, Siipola und Müller/Garbrecht // Foto: Jürgen Holzer

Kämpfen war in Rennen zwei angesagt, wo Siipola auf Grund der umgekehrten Startreihenfolge der Top 10 von Rang zehn aus ins Rennen gehen musste. Durch den Unfall von Müller/Garbrecht und Paul Pensler (Morts Racing Team) wurde gleich nach der ersten Runde eine Full Course Yellow ausgerufen. Als nach fünf Runden wieder grün geschwenkt wurde, schoss Siipola in Führung. Nur während des Pflichthalts gab der Finne den ersten Platz kurzzeitig aus der Hand. Fünf Runden vor Schluss hatte er wieder die ursprüngliche Rangfolge hergestellt. Im Ziel betrug der Abstand auf Rang zwei über zehn Sekunden. „Das zweite Rennen war schwieriger als gestern. Ich musste am Anfang einige Fahrer überholen. Da gab es wirklich schwierige Kämpfe auf der Strecke. Aber es ist mir gelungen sie zu überholen“, berichtete der zweimalige Sieger.

Eric Tobler mit starkem Einstand
Einen gelungenen Einstand im umkämpften Cup feierte Eric Tobler. Der Österreicher überzeugte mit einem sechsten Platz im Zeittraining. Wie hart und eng es im Cup zugeht, musste Tobler nach dem Start feststellen. Zunächst fiel der Youngster auf die zehnte Gesamtposition zurück. Nach acht Umläufen hatte sich Tobler Rang zwei erobert. Dahinter saß ihm Marius Schmid (KTW4Racing) im Nacken. Beide nutzten die FCY zum Stopp, wobei Schmid nach dem Pflichthalt vorne war. Den Zweikampf der beiden nutzten Müller/Garbrecht um aufzuschließen. In Runde 19 ging Tobler an Schmid vorbei. Für den kam es knüppeldick. In der Sachskurve wurde er von dem dicht dahinter fahrenden Heinz Müller am Heck erwischt. Zwar konnte Schmid den 318er noch fangen, doch mit verstellter Spur erwies sich der Wagen als schwer fahrbar. Profiteur der ganzen Geschichte war Tobler, der mit Gesamtrang zwei eine nahezu perfekte Premierenvorstellung ablieferte. „Das Rennen lief besser als ich es erwartet hatte, viel besser sogar. Im Rennen bin ich immer wieder mal zurückgefallen. Ich bin aber froh, dass ich wieder nach vorne gekommen bin und am Ende Gesamtplatz zwei eingefahren habe. Es hat eh sehr viel Spaß gemacht“, befand Tobler.

Einen gelungenen Einstand feierte der junge Österreicher Eric Tobler // Foto:Patrick Holzer

Dahinter schnappte sich Heinz Müller wieder Platz drei, nachdem er bei der Anfahrt zur Spitzkehre an Mika König (MK Motorsport) vorbeigezogen war. Wenige Meter später kam für König mit gebrochener Vorderradaufhängung das Aus. Durch den Ausfall von König rund fünf Minuten vor dem Ablauf der Zeit konnten Müller/Garbrecht ihren dritten Platz sicher nach Hause bringen. „Es war ein turbulentes Rennen und eigentlich alles dabei. Am Ende haben wir mit der Full Course Yellow und dem Boxenstopp etwas Glück gehabt. Aber alles in allem sind wir zufrieden“, meinte Müller zu Rang drei.

Zeller und Schmid sicher sich das Podium
Im ersten Rennen kämpfte Luca Zeller lange um die vorderen Plätze mit, ehe er Ausgangs Sachskurve in die Wiese geschickt wurde. Am Ende wurde es Platz neun. Umso besser lief dafür der zweite Durchgang, wo sich Zeller nach einigem Hin und Her auf der dritten Position festsetzte. Kurz vor Schluss bremste sich Davin Singer (Hampl Motors Rennsport) in der Sachskurve an Zeller vorbei, der in der letzten Runde keinen Weg mehr vorbei fand. Trotzdem konnte Zeller am Ende über den zweiten Gesamtrang jubeln. Marius Schmid auf Rang zwei hatte wegen eines zu kurzen Stopps zehn Sekunden kassiert. Für Singer kam es noch dicker. Wegen Überschreitens der Tracklimits sowie eines zu kurzen Boxenhalts gab es 35 Sekunden obendrauf. Das bedeutete bei den engen Abständen im Cup nur Platz 16.

Nach Pech in Rennen 1 fuhr Marius Schmid im zweiten Rennen auf das Podium // Foto: Patrick Holzer

Trotz der Zeitstrafe zeigte sich Marius Schmid mit seiner ersten Podiumsplatzierung im Cup zufrieden. Nach dem unglücklich verlaufenen Rennen am Vortag hatte sich Schmid schnell in die Top 10 nach vorne geschoben. Zwischenzeitlich lag Schmid auf Rang eins, doch Siipola war nicht zu halten. „Ich kam hinter Luca Zeller zum Boxenstopp. Da ist uns leider ein Fehler unterlaufen. Danach hatte ich freie Bahn, konnte Vollgas fahren und war auf Position eins. Hinter mir tauchte dann Tatu Siipola auf. Den musste ich vorbeilassen. Ich habe mich hinter ihn gehängt und versucht die Lücke zu Luca Zeller zu vergrößern“, erzählte Schmid.

Enge Positionskämpfe
Der Saisonauftakt im DMV BMW 318ti Cup hätte kaum spannender sein können. Die zahlreichen Zuschauer auf der Tribüne sahen zwei packende Rennen mit ständig wechselnden Positionen. Eine starke Vorstellung lieferte Paul Pensler im letzten Abschnitt des ersten Durchgangs ab. Von Platz acht kommend kämpfte sich Pensler in den verbleibenden zehn Runden bis auf Rang vier nach vorne. Ähnlich liefen die letzten Rennminuten bei Luca Wieninger (Cerny Motorsport) ab, der sich im letzten Umlauf Platz fünf erkämpfte. Eng ging es auch dahinter zwischen Marco Grimm (Cuntz Motorsport), Davin Singer, Julian Setnicka (Cerny Motorsport) und Luca Zeller zu. Den letzten Top 10 Platz eroberte Moritz Terhar (MDM Racing), der sich knapp gegenüber Martin Räthel (Räthel Motorsport) durchsetzte.

Erneut bot der DMV 318ti Cup spannende Positionskämpfe zur Freude der zahlreichen Zuschauer // Foto: Patrick Holzer

Ebenfalls jede Menge Action war im zweiten Rennen geboten. Lukas Schächter (Morts Racing Team), Pol Leytem (Cuntz Motorsport), Mika König sowie Marco Grimm lieferten sich auf den letzten Metern einen engen Kampf um den vierten Platz. Dahinter komplettierten Roman Fellner-Feldegg (Mierschke Motorsport), Fahrbach/Fahrbach (Ravenol Motorsport) und Citignola/Citignola (C4 Racing) die Top 10. In der engen Kampfgruppe war Martin Räthel so etwas wie der Pechvogel. Auf Rang fünf liegend wurde dieser bei der Einfahrt in die Sachskurve seitlich getroffen, was einen Ausritt ins Kiesbett zur Folge hatte. Am Ende machte Räthel noch Plätze gut und landete auf Rang elf.

Garbrecht und Gerny bei den Gentlemen vorne
Keine Fragen gab es bei den Junioren, wo sich Tatu Siipola beide Siege holte. Dahinter komplettierten Eric Tobler und Paul Pensler das Podium im ersten Rennen, während Luca Zeller und Marius Schmid im zweiten Durchgang aufs Podest durften.

Die Gentlemen-Wertung ging im ersten Heat an Martin Garbrecht vor Stefan Hahne und Henry Cerny (beide Cerny Motorsport). Den Sieg im zweiten Rennen holte sich Cerny vor Markus Hassa (Malix Motorsport) und Welf Hermann (KTW4Racing).