Seifert und Obermann siegen zum Auftakt

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Siege für Falko Seifert und Lutz Obermann beim Saisonauftakt

Falko Seifert (M4 GT4 F82) war im ersten Saisonrennen der DMV BMW Challenge in Hockenheim nicht zu schlagen. Das zweite Rennen gewann Lutz Obermann bei der Premiere des neuen M3 GTR E36.

Es war eine eindrucksvolle Demonstration seiner fahrerischen Qualitäten im ersten Rennen. Von Platz fünf aus ins Rennen gegangen setzte sich Seifert gleich auf den ersten Metern an die zweite Stelle hinter Philipp Pippig (M4 GT4 F82). Im Verlauf der zweiten Runde schnappte sich Seifert Platz eins und gab diesen bis zum schwarz-weiß karierten Tuch nicht mehr aus der Hand. Mit 12,622 Sekunden Vorsprung auf Pippig wurde der Sieger abgewinkt. „Ich hatte einen sehr guten Start und konnte mich relativ schnell absetzen und einen Abstand herausfahren. Danach war es für mich ein ruhiges Rennen. Ich konnte durch den Vorsprung das Rennen gut kontrollieren und sicher ins Ziel bringen“, meinte Seifert zu seinem Sieg.

Dahinter musste sich Pippig in den letzten Runden noch kräftig wehren. Nach seiner Pole Position hatte Lutz Obermann beim Start Plätze eingebüßt. Von Platz sechs aus arbeitete sich der E36-Pilot wieder nach vorne, verdrängte drei Runden vor dem Ende Erik Bänecke (M4 GT4 F82) von Rang drei und machte nun Jagd auf Pippig. Der behielt schließlich mit 0,335 Sekunden die Oberhand. Für Obermann bedeutete der dritte Platz zudem Rang eins in der GTR 1. „Ich war am Anfang zu zögerlich auf der Bremse. Ich hatte Untersteuern am Auto, die Reifen waren wegen den Temperaturen noch nicht komplett da. Als ich den Rhythmus gefunden hatte, ging es auch wieder langsam nach vorne“, zeigte sich Obermann zufrieden mit dem Roll-out.

Falko Seifert (Bildmitte)neben den Klassenkonkurrenten Ph. Pippig (l.) und E. Bänecke (re.) siegte im ersten Rennen der DMV BMW Challenge // Foto: Jürgen Holzer

Turbulenter Start in Rennen zwei
Turbulent startete der zweite Durchgang am späten Nachmittag. Gleich in der ersten Runde erwischte es Seifert mit einer gebrochenen Spurstange. Kaum war das Rennen wieder freigegeben, krachte es auf Start und Ziel. Nachdem sich ein Teilnehmer weggedreht hatte, konnte eines der nachfolgenden Fahrzeuge nicht mehr ausweichen. Die Folge war eine kurze Rennunterbrechung. Nach dem Restart setzte sich Obermann direkt an die Spitze und holte sich souverän seinen ersten Gesamtsieg. Dahinter sahen Pippig als Sieger der neuen GTR 1 Evo und Bänecke das Ziel auf den weiteren Plätzen.

Der Blick in die GTR Klassen
In der GTR 1 war Lutz Obermann eine Klasse für sich. Dahinter landeten im ersten Heat Eric van den Munckhof (M2 GTR) und Nikolas Uenzen im neuen E46 Evo auf den weiteren Plätzen. Im zweiten Rennen holte sich Arnd Meier den zweiten Platz, nachdem er von hinten gestartet war. Meier trat im E90 in der GTR 1 an, nachdem der geplante E46 nicht rechtzeitig fertig wurde. Mit dem eigentlichen GTR 2 Wagen zeigte der zweimalige Serienmeister als Gesamtvierter eine starke Leistung. Dahinter holte sich Hendrik Uenzen Rang drei.

Die GTR 2 ging in beiden Rennen an Thomas Leyherr (M2), der vor Jens Wiegand (Mini GTR) bzw. Marleon Lenz (335i E92) die Siege einfuhr. In der GTR 3 setzte sich Stefan Hupfer (320i E46 Evo) gegen Christian Kautz (330 GT E46) bzw. Matthias Schiedeck (325i) durch.

Doppelsieg für A.V.P. Pilot Stefan Hupfer in der GTR 3 Klasse // Foto: Patrick Holzer

Action in den Cup Klassen
Die Cup 3 holte sich im ersten Rennen Alex Pawlow (328 ST E36), während Andreas Pensler (325i E90) in Durchgang zwei siegte. In der neu geschaffenen Cup M überzeugte der zweimalige Klassensieger Lukas Zinnäcker mit zwei Top 10 Platzierungen.

Eng umkämpft war wie immer der 318ti Sprint Cup. Im ersten Durchgang erarbeitete sich Welf Hermann schnell einen kleinen Vorsprung auf Henry Lindloff. Den brachte Hermann souverän über die Zeit. Eng ging es dahinter zu, wo Tobias Margraf in der dritten Runde von Klatte/Cibis Platz drei übernahm. „Der Start war gut sortiert und von allen sehr diszipliniert. In der ersten Kurve gab es auch keinerlei Probleme. Von da an konnte ich mich eigentlich absetzen und die Pace weiter steigern. Am Ende haben die Vorderreifen ein wenig nachgelassen. Dadurch hatte ich ein deutliches Untersteuern. Aber ansonsten lief das Auto perfekt“, berichtete Hermann über das erste Rennen.

Welf Herrmann holte sich im ersten Rennen den Sieg im 318 ti Sprint Cup // Foto: Patrick Holzer

Im ersten Rennen war Sebastian Suhr noch knapp am Podium vorbeigeschrammt. Nachdem aber alle drei vor ihm platzierten Kontrahenten eine 30-Sekunden Strafe aufgebrummt bekamen, stand Suhr plötzlich ganz oben auf dem Podium. Marco Rosswag und Leo Geisler gelang dahinter ebenfalls noch der Sprung aufs Klassentreppchen.